. Hemerocallis

Taglilien, lat. Hemerocallis,

erzählen eine lange Geschichte. Die Wildarten werden seit 4000 Jahren in China kultiviert. Um 1900 entstanden die ersten Züchtungen in Europa und Nordamerika. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts wuchs die Anzahl der neuen Züchtungen explosionsartig: Es gibt heute über 40.000 registrierte Züchtungen, sogenannte Taglilien-Hybriden.

Die im Winter einziehende Staude treibt aus dem Wurzelstock ab April attraktives, grasartiges Laub und anschließend die Blütenstängel. Die frühesten Blüten erscheinen ab Mai, die spätesten Sorten beenden ihre Blüte im September. Einige Sorten blühen 4 bis 6 Wochen und das, obwohl jede einzelne Blüte nur einen Tag geöffnet ist. Die Vielzahl der Stiele und der Knospen gleicht dies aus.

Die reinen Farben reichen von fast Weiß, Gelb, Orange, Braun bis Rot, Flieder und Violett. Dazu kommen Augen, Ränder, Streifen und natürlich Farbübergänge im Blütenblatt. Die Formen können dreieckig bis rund sein. Hinzu kommen gefüllte Blüten - für die meisten gewöhnungsbedürftig und Spider (große, malerische, spinnenartige Blütenblätter). Die Höhe der verschiedenen Züchtungen reicht von 20 cm bis 1,8 m, der Blütendurchmesser von 4 bis 36 cm.

Die Taglilie ist eine attraktive, pflegeleichte Pflanze, die über die Jahre immer schöner wird, und die in ihrer Vielfalt in jeden Garten passt:

* Wildarten und alte Sorten für den mehr naturnahen Garten,
* Landschaftssorten mit ihren hellen klaren Farben für Staudenrabatten,
* die modernen großblütigen Sorten mit auffallenden Farben, Augen und Rändern,
* die extravaganten Spidersorten als Partner für Gräser,
* und "last, but not least" die Miniatursorten für das kleine Beet.


Im Sinne vom "Staudenpapst" Karl Foerster könnte man die Hemerocallis
als "Die Blume des Intelligenten Faulen" bezeichnen.
Er schrieb:
"Noch niemals hat ein Mensch eine Hemerocallis eingehen sehen."

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