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Park der Gärten Bad Zwischenahn

Die Entstehung:

(D.Seipp) Ein Schwerpunkt des Sichtungsgartens der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Bad Zwischenahn der Landwirtschaftskammer Weser-Ems sind von Beginn an (1975) die Rhododendron gewesen. Ab Mitte der 90er Jahre war kein Platz mehr für Neuzugänge. Zu diesem Zeitpunkt kamen viele neue Sorten aus der Kreuzungsgruppe Rhododendron yakushimanum in den Handel (Züchter Bruns, Hachmann u.a.), die durch ihr kompaktes Wachstum für kleinere Gärten geeignet sind.
Deshalb entstand der Plan, eine Fläche von ca. 3 ha des angrenzenden ehemaligen Flugplatzgeländes zu erwerben. Nach vielen Diskussionen im Vorstand der Landwirtschaftskammer wurde 1998 eine Fläche von 11 ha gekauft, wobei ein Zugang zur Elmendorfer Straße entstand.
Jetzt ging es aber nicht mehr nur um eine schlichte Erweiterung des Rhododendronparks, sondern auf dem Gelände sollte das Niedersächsische Gartenkulturzentrum entstehen.

Hauptinhalte waren damals:

  • Erhalt und Weiterentwicklung von Gehölzsammlungen
  • Anlage von Themengärten als Schaufenster der Gartenbauwirtschaft in Weser-Ems
  • Beispiels- und Informationsflächen für Auszubildende im Gartenbau (ÜBA, Meisterschüler)
  • Fachliche Grundlage für die geplante Niedersächsische Gartenakademie

Im gleichen Jahr wurde ein Wettbewerb unter Garten- und Landschaftsplanern ausgelobt.
Der Garten- und Landschaftsarchitekt Hans Joachim Adam aus Hannover legte einen Plan vor, der einen stufenweisen Ausbau des Geländes vorsah, denn zu Beginn der Planungen standen nur 3 Mill. DM zur Verfügung (Mittel der Kammer, Gartenbaubetriebe und EU).
Im Jahr 1999 konnte dann der erste Bauabschnitt gebaut werden, am 20. Mai 2000 wurde dann das Gartenkulturzentrum eröffnet. Es gab ca. 25 Mustergärten und allgemein gestaltete Flächen, Teiche und Wasserläufe, die Interesse bei immerhin 40.000 Besuchern fanden. Betreiber des Parks war die Landwirtschaftskammer.

Im gleichen Jahr entschied die Landesregierung in Hannover, dass im Jahr 2002 die erste Landesgartenschau Niedersachsen stattfinden sollte. Bei den kurzen Vorlaufzeiten war sehr schnell klar, dass eine Landesgartenschau nur auf dem Gelände des Gartenkulturzentrums realisierbar war. Nach intensiver Bautätigkeit und einer weiteren Investition von 8 Mill. DM konnte im Mai 2002 die LGS eröffnet werden. Sie war mit 1.000.000 Besuchern eine äußerst erfolgreiche Gartenschau.

Bald stand fest, dass das Gelände erhalten bleiben sollte. Träger ist heute die Park der Gärten gGmbH, deren Gesellschafter sind die Landwirtschaftskammer, die Gemeinde Bad Zwischenahn, der Landkreis Ammerland und die Gartenbauverbände in Niedersachsen. Die GmbH hat ca. 15 Mitarbeiter, die Pflegearbeiten werden durch einen Gartenbaubetrieb ausgeführt.

Aktuelle Schwerpunkte

Zur Zeit gibt es ca. 45 Themengärten, die auf Kosten der Gartenbaubetriebe und der Zulieferer entstanden sind. Die Pflege erfolgt durch den Park.

Sortimente und Pflanzensammlungen in unterschiedlichem Umfang:
- Rhododendronpark mit ca. 2000 Sorten und Arten, Teil der Deutschen Genbank Rhododendron
- Heidesammlung mit ca. 500 Heidearten (Calluna und Erica)
- Koniferensammlung mit über 1.000 verschiedenen Arten und Sorten
- Blütenhartriegel mit 60 Arten/Sorten
- Hamamelis (Zaubernuss)
- Magnolien
- Staudensammlungen wie Taglilien, Hosta, Phlox, Agapanthus und viele weitere

Im Jahr 2013 wurde ein repräsentatives Eingangsgebäude gebaut.
Im Jahr 2015 entstand ein neuer Aussichtsturm

Etwa 150.000 Besucher erfreuen sich jedes Jahr im Park, viele Abendveranstaltungen finden großes Interesse, besonders attraktiv sind die „Mystischen Nächte“ mit Illumination und Aktionen.

Der Verein zur Förderung der Gartenkultur e.V.


Im Verein haben sich Gartenliebhaber, Inhaber von Gartenbaubetrieben und Vertreter von Gartenbauverbänden zusammengefunden, um den Park und seine vielfältigen Einrichtungen zu erhalten und um bei dessen Entwicklung zu helfen.
Neben dem "Park der Gärten" sollen aber auch andere, gartenkulturell wertvolle Einrichtungen gefördert werden.

Herbst-Panorama im Park:
JahresZeiten: